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Norbert Maibaum - Transat 6,50

Einhandregatta über den Atlantik (bitte anklicken)

Motor / Geber

aktualisiert am:   08.02.2009

Da unser Einbaudiesel Faryman K34M ziemlich viel Öl verloren hat, der Motorraum ständig von versprühtem Öl verschmutzt war, haben wir uns zu einer Komplettzerlegung des Motors entschieden. Der Motor hat unter 700 Betriebsstunden und ist somit noch nicht viel gelaufen. Daher fiel die Entscheidung leicht, keinen neuen Einbaudiesel zu kaufen sondern eine Komplettrevision in Auftrag zu geben. Hier der Motorraum nach dem Ausbau des Motors und einer ersten Grundreinigung.

Bei der Reinigung des Motorraums platzte dann viel Farbe am Motorfundament ab. Nach immerhin 26 Jahren war somit gleich eine Renovierung des Motorraums fällig. Wenn schon...denn schon.

Und wo wir schon dabei waren, haben wir gleich die Geber des Multiinstrumentes Navman 100 ausgetauscht. Wir haben schon länger eine neue Komplettserie mit Einzelinstrumenten liegen (Log/Lot/Wind), so dass wir die Gelegenheit gleich genutzt haben. Alte Geber waren also rauszureißen und neue Geber einzukleben.

Mit viel Schmackofatzi Sikaflex eingeklebt, damit das ordentlich dicht wird. Vernünftig aushärten lassen und später mit einer Rasierklinge wegschneiden. Am besten macht sich das zu Zweit, einer von unten einer von oben.

So sieht das bisher aus. Der Motorraum wurde angeschliffen und mit Aceton gesäubert. Im Anschluss daran wurde eine Bilgenfarbe von Hempel gestrichen (Light Grey), insgesamt 3 Anstriche.

Wir haben uns gegen einen Austausch der Stopfbuchse entschieden, weil das System einwandfrei funktioniert. Ebenfalls wurde das Seeventil für das Kühlwasser überprüft, ein Austausch war unnötig.

Nun kann der komplett überholte Motor hoffentlich bald wieder eingebaut werden. Noch steht er in allen Einzelteilen in der Werkstatt.

Tja, erste Ergebnisse: Kompression sehr gut, Verschleiss so gut wie nicht vorhanden, einige Dichtungen platt, werden alle erneuert, Zylinderkopf absolut ok, Anlasser und Getriebe einwandfrei, grosses Zahnrad, wo Anlasser ansetzt muss ersetzt werden. Insgesamt ein wirklich gutes Ergebnis. Der Motor wird nach der Überholung wieder neuwertig dastehen. Er soll sogar neu gelackt werden.

Der Motor ist fertig !

Sieht doch fast wieder aus wie neu. Die komplette Reparatur hat 716,59 Euro gekostet. Der reine Arbeitslohn lag bei 450 Euro, dazu kamen ein kompletter Dichtungssatz, Wellenring, Impeller, Ersatzimpeller und ein neuer Zahnkranz wo der Anlasser ansetzt. Neues Öl bekam der Gute selbstverständlich auch. Die Zähne waren runter. Inklusive neuer Lackierung sollte der Motor für sein zweites Leben gut gerüstet sein.

Jetzt fehlt nur noch die neue Motorraumisolierung.

Fortsetzung Winter 2007/2008:

Tja, zu früh gefreut...der Geheimtipp-Motorfritze war wohl nicht so toll. Der Motor lief zwar einwandfrei, jedoch wurde er die ganze Saison 2007 über bei Volllast heiß. Der Warpieper war aber abgeklemmt, so dass man das nicht rechtzeitig bemerkte. Die ganze Saison über hatten wir hier Theater, bis wir uns nach 6 Nachbesserungsversuchen von dem Motorfritzen getrennt haben.

Somit lebten wir die Saison über mit einem Teillastbetrieb.

Darüberhinaus fing nun das Getriebe an zu ölen...Außerdem hatte die Stopfbuchse das Tropfen angefangen, so dass wir in der Motorraumbilge immer ein schönes Öl-Wassergemisch hatten. Ach ja, im Laufe der Saison fing die Welle an Geräusche zu machen...FAZIT: Motor muss wieder raus...

Inzwischen habe ich über das Boote-Forum (www.boote-forum de) einen sehr netten und hilfsbereiten Menschen kennengelernt. Der Norbert schaute sich noch im Sommer das Problem an und zum Herbst sagte er mir zu, dass er in seiner Freizeit sich des Motorproblems annehmen würde. Ich bin sehr froh, dass ich in diesem Zusammenhang so einen netten Menschen kennengelernt habe.

Nach und nach wurde der Motor ausgebaut, das Getriebe entfernt, die Welle gezogen, das Wellenlager ausgebaut etc...

Diagnose:

Welle eingelaufen, Wellenlager ausgeschlagen, alte fettgeschmierte Stopfbuchse undicht, Getriebe leckt.

Das Getriebe hat Norbert in seiner Firma überholt und den Propeller gesandstrahlt. Weiterhin hat er ein Abziehgerät für das Wellenlager gebaut, dieses muss nämlich aus der Aufnahme herausgepresst werden.

Eine neue 25mm Welle, wassergeschmierte Volvo Stopfbuchse, Wellenlager und Kleinteile kosteten bisher ca. 350 Euro.

 

das ausgeschlagene Wellenlager nach nur 28 Jahren...

Wellenabziehgerät, von Norbert selbst gebaut, zum Herauspressen des alten Lagers und Einpressen des neuen Lagers.

Norbert hat auch den Gori gesandstrahlt...wie neu! Alles wieder eingebaut.

Da der Motor ja immer wieder Temperaturprobleme hatte, haben wir den Betriebsstundenzähler (Stand 740 BS) gegen ein Motortemperaturmessgerät ausgetauscht.

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